Neues EU-Projekt zum Erhalt alter sächsischer und tschechischer Obstsorten

Ab sofort startet in Ostritz das neue EU-Projekt „Erhalt alter sächsischer und tschechischer Obstsorten mit neuen Methoden”. Ziel dieses dreijährigen Projektes ist der dauerhafte Er­halt historischer sächsischer und tschechischer Obstsorten in Sortengärten. Hierzu werden an drei Standorten in Sachsen (Ostritz, Freital, Vogtland) und zwei Standorten in Tsche­chien (Cvikow und Vysker) historische Obstsorten angepflanzt. Erhalten werden dabei vor allem Sorten mit kulturellem oder historischem Bezug zu Sachsen und Tschechien sowie Sorten mit wichtigen Merkmalen für Forschungs- und Züchtungszwecke. Dabei wird die Aufnahme sehr seltener Sorten angestrebt, die bisher noch an keiner anderen Stelle in Sachsen oder Tschechien gesichert sind. Insgesamt werden im Rahmen des Projektes mehr als 500 Obstbäume gepflanzt, davon allein 100 in Ostritz. Weiteres Ziel des Projektes ist es, die erhaltenen Sorten zu verbreiten und zu diesem Zweck an Interessierte Edelreiser abzugeben.

Zudem werden 40 deutsch-tschechische Veranstaltungen durchgeführt, um Menschen in den Themenbereichen „historische Obstsorten”, ,,Streuobstwiesen” etc. zu qualifizieren. Die erste Veranstaltung im Internationalen Begegnungszentrum St. Marienthal findet be­reits am 31.03.17 statt. Hier können Interessierte kostenlos lernen, wie man Obstbäume veredelt. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Um­welt (LEAD-Partner, Dresden), der Stiftung Internationales Begegnungszentrum St. Ma­rienthal und Venkowsky Prostor (Liberec) durchgeführt und über das EU-Programm INTERREG finanziell gefördert.

Kontakt: Dr. Michael Schlitt, Vorstandsvorsitzender Schlitt@ibz-marienthal.de oder Tel.: 035823/ 77 231

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